Vorbereitung · 7 Min. Lesezeit
Vorbereitung auf die Haartransplantation: zwei Wochen, eine Woche, ein Tag
Der Erfolg hängt nicht nur am Tag des Eingriffs, sondern auch an der Vorbereitung davor. Hier steht, was ab zwei Wochen vorher zu tun ist.

Viele, die sich mit einer Haartransplantation befassen, achten auf Technik, Graftzahl und Preis; die Vorbereitung vor dem Eingriff wirkt sich jedoch unmittelbar auf Ergebnis und Komfort aus.
Gute Vorbereitung senkt das Blutungsrisiko, unterstützt das Anwachsen der Grafts und nimmt der ersten Woche den Stress. Unten steht das Vorbereitungsprotokoll, das wir jedem Patienten mitgeben.
Zwei Wochen vorher: Medikamente, Rauchen und Alkohol
Aspirin, Ibuprofen, Ginkgo biloba, Omega-3 und hochdosiertes Vitamin E wirken blutverdünnend und sollten mindestens 10–14 Tage vorher abgesetzt werden. Sie erhöhen das Risiko von Blutungen und Blutergüssen während und nach dem Eingriff.
Rauchen und Alkohol beeinträchtigen Durchblutung und Wundheilung. Mit dem Rauchen mindestens eine Woche und mit Alkohol drei Tage vorher aufzuhören, ist für die Versorgung der Grafts wichtig.
- Aspirin und NSAR-Schmerzmittel: 10 Tage vor dem Eingriff absetzen.
- Pflanzliche Präparate (Ginkgo, Ingwer, Knoblauchextrakt): zwei Wochen vorher absetzen.
- Alkohol: 72 Stunden vor dem Eingriff weglassen.
Ernährung, Flüssigkeit und Haarpflege
In der Woche davor ausgewogen und proteinreich zu essen und täglich 2–2,5 Liter Wasser zu trinken, unterstützt die Gewebeheilung. Sind Eisen-, Zink- oder B12-Werte niedrig, sollten sie zuvor korrigiert werden.
Waschen Sie Ihr Haar am Vortag und verwenden Sie kein Gel, Wachs oder Haarspray. Produktreste auf der Kopfhaut erschweren die Sterilisation.
Eine Woche vorher: Haarschnitt, Sport und Schlaf
Der Spenderbereich (Hinterkopf und über den Ohren) muss am Tag des Eingriffs ausreichend lang sein. Zu kurz geschnittenes Haar erschwert die Entnahme; zu langes Haar erschwert Verband und Pflege. Ihr Arzt gibt Ihnen eine konkrete Längenempfehlung.
Krafttraining, Sportarten mit Kopfüber-Positionen wie Yoga und intensives Ausdauertraining sollten 2–3 Tage vorher reduziert werden. Sich ab der ersten Nacht an das Schlafen mit um 45 Grad erhöhtem Kissen zu gewöhnen, erhöht später den Komfort.
Am Tag selbst: Kleidung, Anfahrt und Morgenroutine
Tragen Sie ein dunkles Oberteil, das vorn geknöpft wird und einen weiten Kragen hat. Kleidung, die über den Kopf gezogen werden muss, kann in den Folgetagen den Empfängerbereich berühren.
Frühstücken Sie leicht; nüchtern zu bleiben kann zu Unterzuckerung führen. Koffeinhaltige Getränke werden morgens eingeschränkt, da sie das Blutungsrisiko erhöhen. Lassen Sie sich zu Ihren Medikamenten eine klare ärztliche Anweisung geben.
- Waschen Sie Ihr Haar morgens; kein Gel, kein Schaum, kein Spray.
- Kein Schmuck, keine Kontaktlinsen, kein Parfüm.
- Wenn Sie danach direkt nach Hause fahren, nehmen Sie eine vorn geknöpfte Jacke oder ein weit ausgeschnittenes Oberteil mit.
Mentale Vorbereitung: Erwartungen ordnen
Eine Haartransplantation ist ein Prozess der Veränderung, kein sofortiges Wunder. In den ersten drei Monaten kommt der Shock Loss, im sechsten Monat das langsame Wachstum, im zwölften das Endergebnis. Diesen Zeitplan zu kennen, nimmt der ersten Wochen viel Sorge.
Notieren Sie vor dem Termin die Fragen, die Sie stellen möchten. Bei der Untersuchung vor dem Eingriff werden Haarlinie, Graftspanne und Technik gemeinsam mit Ihrem Arzt entschieden; am Ende dieses Gesprächs wird eine schriftliche Freigabe eingeholt.
Häufige Fragen
Kann ich mein Haar kurz vor dem Eingriff schneiden?
Ein leichtes Nachschneiden ist 2–3 Tage vorher möglich, die ideale Länge legt jedoch Ihr Arzt fest. Zu kurz geschnittenes Haar erschwert die Arbeit im Spenderbereich.
Wird der Eingriff verschoben, wenn ich krank bin?
Ja. Bei Erkältung, Grippe, Fieber oder einer ernsten Infektion wird verschoben, da Narkose, Blutungsrisiko und Heilung beeinträchtigt wären.
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